Hohe Fluktuation. Wenn Vorgesetzte nicht wissen, was sie tun – Exzellenzwerk

Hohe Fluktuation. Wenn Vorgesetzte nicht wissen, was sie tun

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Wie bereits hier  angesprochen, beweist der „Gallup Engagement Index“, was viele Mitarbeiter*innen bereits wissen. So glauben 97 von 100 Chefs, dass sie als Führungskraft gute Arbeit leisten, doch fast jeder fünfte Mitarbeiter (18 Prozent) hat in den vergangenen zwölf Monaten wegen seines direkten Vorgesetzten daran gedacht zu kündigen.

Dabei sind es oft die gleichen Fehler, die Chefs und Vorgesetzte machen, hier einige davon:

  1. Kommunikation: Mangelware
    In schlechten Zeiten zu schnell und zu hektisch, in guten Zeiten gar nicht. Miteinander zu kommunizieren, das ist noch immer die höchste Herausforderung für Vorgesetzte. Anders ausgedrückt: selten war es so leicht, sich Gehör zu verschaffen. Ein Lob, eine ausgesprochene Anerkennung, Zeit, um zuzuhören. Es liest sich wie das 1×1 für Anfänger*innen, doch in der Praxis erweist sich dieser Punkt immer wieder als Mangelware. Gut, wenn es Menschen gibt, die verstanden haben, wie sie dem entgegenwirken können.
  2. Keine kleine Schwester, aber ein großer Fehler.
    Vorgesetzte, die es allen recht machen wollen, jede kleinste Entscheidung nur nach etlichen Absprachen treffen, wenn überhaupt, sind nicht verbindlich. Aber genau dies gilt es zu sein. Besonders in Momenten, in denen schnell eine Entscheidung getroffen werden muss, auch auf die Gefahr sich unbeliebt zu machen. Jede Mutter, jeder Vater weiß das. Im Berufsleben ist das nicht anders.
  3. Verantwortung – ohne mich.
    Führungskräfte, die in stürmischen Zeiten gerne das Boot verlassen sind ebenso häufig anzutreffen wie die, die gerne die Fehler und die Schuld bei anderen suchen.
  4. Ziele: Psst, oberste Geheimhaltungsstufe!
    Abteilungen werden geschlossen, Teams zusammengelegt, Preise erhöht, neue Regeln eingeführt. Mitarbeiter*innen ziehen gerne mit allen am Strang, wenn sie die Hintergründe erfahren, wenn man sie teilhaben lässt und ihnen auch so Wertschätzung entgegenbringt.

Ja, es stimmt: die tägliche Hektik, neue Herausforderungen, wenig Ruhe, all dies trägt nicht dazu bei, dass das Arbeitsleben stets in ruhigen Gewässern fährt. Aber vielleicht ist es eine gute Idee, das eigene Verhalten hin und wieder ehrlich zu reflektieren, damit das eigene Team und Unternehmen nicht an den Fehlern scheitert, die „eigentlich“ leicht zu umschiffen sind. Einen Anfang könnten die Antworten auf diese Fragen bilden.

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