Innere Sicherheit, Orientierung und Klarheit für Unternehmer und Führungskräfte – Exzellenzwerk

Innere Sicherheit, Orientierung und Klarheit für Unternehmer und Führungskräfte

Wenn Führungskräfte keine Verantwortung übernehmen
17. Oktober 2018
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Ein möglicher – wenn auch nachweislich sehr wirkungsvoller – Weg für Unternehmer oder Führungskräfte, um in Zeiten von Zukunftsunsicherheit, Überforderung oder Stress wieder zu mehr innerer Sicherheit, Orientierung und Klarheit zu kommen, ist Meditation. Viele Verantwortungsträger haben in der letzten Zeit zunehmend von Meditation für Manager, „Achtsamkeit“ oder Zen gehört, viele fragen sich aber auch „Wie geht das und was kommt dabei heraus?“

Was ist Zen?

Eine sehr konsequente Form der Meditation ist Zen. Zen ist ein jahrtausendealter, gerader Weg zu Klarheit, Kraft und innerer Ruhe, der beispielsweise auch von den Samurai praktiziert wurde, die u. a. für Ihre Klarheit, Werte und Ethik bekannt waren. Mit intensiver Meditation legen Sie das Fundament zur vertiefenden Persönlichkeitsentwicklung, es ist die Quelle für Regeneration, innere Ruhe und Kraft, für Klarheit und Freiheit. Die Lösung von Konflikt- oder Stresssituationen im Unternehmen wird erleichtert, Ihre Konzentration sowie Ihr individuelles Leistungsvermögen und Authentizität werden ebenfalls verbessert. Zen ist ein Weg zur Selbsterkenntnis, zur wachen Aufmerksamkeit und zur Ethik als Verantwortungsträger.

 

Jeder, der Meditations- bzw. Zen-Training kontinuierlich praktiziert, kommt zu der Erkenntnis: „Ich bin meine Welt.“ Dieses Bewusstsein akzeptiert keine Schuldabwälzungen oder Entschuldigungen für Probleme, Überforderung, Stress, Ängste – was sich selbstverständlich auch im beruflichen Alltag niederschlägt.

 

Zazen üben heißt, sich selbst zu erkennen.

Sich selbst erkennen heißt, sich selbst zu vergessen.

Sich selbst vergessen heißt, von allen Dingen erleuchtet werden. (Dogen)

 

Der Weg des Zen bedeutet, dass jeder Mensch für sich selbst verantwortlich ist und diese Verantwortung mit aller Konsequenz trägt. Sich aus Verstrickungen lösen zu können, auch das ist Zen, mit täglicher Übung ein lebenslanger Weg des Lernens. Für Führungskräfte und Unternehmer ist diese Verantwortung die Voraussetzung, um mit Konsequenz, Klarheit, Achtsamkeit und Kraft ihren täglichen Anforderungen und Herausforderungen zu begegnen.

 

Zen ganz praktisch

 

Bei Zen handelt es sich um eine geistige und körperliche Übung, dem Zazen, bei der zunächst der Körper in den Vordergrund gestellt wird. „Sitzen in Stille“ oder „Sitzen in Versenkung“ bedeutet es übersetzt. Wenn der Körper aufrecht sitzt, wird ihm der Geist folgen. Ziel des Trainings ist, den Geist leer zu machen von allen Vorstellungen, Bewertungen, Verstrickungen oder Interpretationen. Ist das der Fall, so kann die Wirklichkeit intuitiv und echt erkannt werden, aus dem Erkennen heraus ergibt sich das klare Handeln.

 

Der Zen Weg ist kein leichter. Schon zu Beginn scheitern viele Menschen, da ihnen die Kraft oder die Ausdauer fehlt. Auch körperliche Schmerzen sind zu Beginn auszuhalten, was das Sitzen zunächst nicht erleichtert. Doch besonders Führungskräfte und Unternehmer sind gewohnt, konsequent und ausdauernd zu handeln, um so ihre Ziele zu erreichen, ohne dass die Motivation nachlässt. Zen hat daher ganz und gar nichts mit Alltagsflucht, Schönfärberei oder dem Sitzen auf rosaroten Wolken zu tun, sondern ist die Erkenntnis der Wirklichkeit, so wie sie ist. Nicht im Urlaub oder an freien Tagen ein bisschen sitzen und die Welt vergessen, sondern im Alltag, tagtäglich, zu sitzen und seinen Weg zu gehen, das ist Zen.

Zen führt dazu, dass Gedankenkonstruktionen (z. B. Bewertungen oder Unterstellungen) nicht die Oberhand gewinnen und Verstrickungen (z. B. Ängste oder die eigene Motivation in einer negativ-Spirale) keinen fruchtbaren Boden mehr vorfinden. Zen wird einen Geist hervorbringen, der wach und präsent ist und mit ihm die Fähigkeit vollkommener Konzentration. „Das Denken des Nichtdenkens“ wird dieser Zustand genannt, was heißt, nicht zu zögern, nicht zu konstruieren, sondern hellwach sein Leben zu führen und anstehende Aufgaben entsprechend zu managen.

 

Der Atem

In allen gängigen Selbstbetrachtungen, z.B. Meditation, autogenes Training, Hypnose, wird sich des Atems bedient. Er ist quasi der direkte und unmittelbare Einstieg in die Meditation und anschließend in die Versenkung. Vergleichen Sie die Atemzüge mit den Wellen am Meer, sie kommen und gehen, Ebbe und Flut benötigen unser Tun nicht. Und so ist es mit dem Atem, er kommt und geht, mehr oder weniger unbewusst. In Stresssituation halten wir den Atem an, manchmal wird die Atmung auch sehr flach, das Gegenteil tritt ein, wenn wir entspannt sind, der innere Raum weitet sich aus. Die Japaner sagen: “Tiefe Atmung im Hara, langes Leben.“ Das Befinden befindet sich im Atem, spätestens wenn Sie Ihren Atem unter Stress betrachten, werden Sie merken, wie sehr sich äußere und innere Haltung ähneln, gar bedingen. Und so ist die tägliche Zen-Übung weitaus mehr, als das einfache Sitzen auf der Bank. Es ist die persönliche Tankstelle für besonders stressige Momente oder wenn die Gelassenheit zu schwinden droht. Die Beachtung Ihres Atems kann Sie sofort in eine stärkere Haltung bringen. Die man Ihnen nicht nur ansieht, sondern in der Sie auch kraftvoller und konzentrierter handeln werden. Viele Menschen klagen am Anfang, dass es zu anstrengend ist, sie zu unruhig seien und brechen die Übungen wieder ab. Doch Meditation kann man erlernen, das Hilfsmittel ist jedem Menschen gegeben, der Atem. Zählen Sie Ihre Atemzüge: Einatmen- eins- Ausatmen- eins. Einatmen- zwei-Ausatmen- zwei. Bei 10 fangen Sie wieder von vorne an. Es wird u.U. einige Monate dauern, bis Sie ohne Gedanken und Unterbrechung bis 10 kommen, doch diese Übung wird Sie schon nach kurzer Zeit in Wachheit versetzen. Denken Sie nicht, seien Sie wach und … zählen Ihre Atemzüge.

 

Sie stehen nicht im Stau, Sie sind der Stau

Zen wird auch bei Unternehmern und Führungskräften dafür sorgen, dass ihre Wirklichkeit eine andere wird. Sie werden bemerken, dass Sie sich des bisher subjektiven Blickwinkels bewusst sind und zu einem anderen Blickwinkel geführt werden. Ohne Bewertungen, ohne Filter, ohne Zukunftsgedanken, ohne Glaubens- und Gedankenkonstruktionen. Sie haben keinen Streit mehr, Sie sind der Streit. Sie stehen nicht im Stau, Sie sind der Stau. Fakt ist aber auch, dass es keine Ausreden mehr gibt. Wunderbar. Und besonders am Anfang nicht nur leicht.

 

Zen im Alltag

Der Weg des Zen geht über das Sitzen hin zum Alltag. Konzentrieren Sie sich, genau eine einzige Aktivität in einem Moment auszuführen. Wenn Sie eine Mail schreiben, schreiben Sie eine Mail, wenn Sie ein Gespräch führen, führen Sie ein Gespräch. Und nichts anderes. Versuchen Sie, nicht schon über den nächsten Termin nachzudenken, solange Sie noch in diesem Gespräch sind. Verzichten Sie darauf, parallel ein Telefonat anzunehmen, während Sie noch diese E-Mail schreiben, usw. Seien Sie in der Mitte dieser aktuellen Aktivität, als Ausdruck Ihrer eigenen inneren Mitte. In Zeiten des Smartphones und der ständigen Präsenz ist dies eine zusätzliche Herausforderung. Die Ruhe des Geistes und die Konzentration, die Sie durch das Sitzen gewinnen, in den Alltag zu tragen, das ist die große Herausforderung. Das ist die Übung, die es gilt zu meistern. Kam Ihnen am Anfang zunächst das Sitzen anstrengend vor, wird es jetzt Momente geben, in denen Sie sich nach der Leichtigkeit des Sitzens sehnen.

Jeder Anlass im Alltag gibt Grund, die eigene Übung zu verbessern, zu erfahren, zu leben. Der Alltag wird so zum Gradmesser für den eigenen Grad der Übung. Dabei geht es nicht um „gut, besser, optimal“, sondern um das Leben im Hier und Jetzt. Es gibt nichts zu bewerkstelligen, nicht besser zu sitzen als andere, nicht öfter ein Sesshin zu besuchen. Es geht um das eigene Leben, den Alltag und die Verbindung von Geist und Körper.

 

Herz – oder das Mit-Gefühl mit sich selbst

Dadurch, dass Sie das Atmen vertiefen und trainieren, Geist und Körper in Verbindung miteinander in Verbindung zu bringen, tritt nach und nach ein weiterer erstaunlicher Effekt ein. Je mehr die Welt durch die Stille des Geistes wahr wird, desto mehr gelangen Sie zu Ihrer eigenen Mitte und erkennen, wer oder was Sie sind.

Sie erkennen z. B. dass Sie zwar Emotionen haben, aber nicht diese Emotionen sind. Sie lernen, das was wirklich IST und das was Sie DENKEN oder FÜHLEN, klar voneinander zu unterscheiden und mit zunehmender Gelassenheit auf Ihre Gedanken und Gefühle zu schauen. Sie erkennen, dass Sie mit Ihren Gefühlen mit-fühlen können, es aber nicht müssen. Durch diesen Abstand – auch Dissoziation genannt – gelingt es auch zunehmend, mit Gelassenheit auf Ängste oder Schmerz zu sehen. Mit zunehmender Gelassenheit und Mit-Gefühl gegenüber sich selbst, lernen Sie unbewusst und zunehmend, sich selbst als Mensch anzunehmen, Sie entdecken Herz und Liebe zu sich selbst. Und das ist kein „esoterischer“ Vorgang, sondern entwickelt sich als große innere Freiheit. Die Freiheit entsteht nämlich dadurch, dass Sie immer weniger – und später keine mehr – Anstrengung dafür aufwenden müssen, um negative Emotionen, Ärger, Überforderung oder Abwertungen gegen sich selbst abwehren, negieren oder „zudecken“ zu müssen. Sie erkennen, was (negative) Emotionen tatsächlich sind, und was nicht.

Durch das zunehmend gelassene und mitfühlende Annehmen von sich selbst, entsteht das Bewusstsein für sich selbst, auch Selbst-Bewusstsein genannt. Und durch das Verschwinden der Abwertung gegen sich selbst entsteht echte (und nicht sich eingeredetes) Wertschätzung für sich selbst, auch Selbstwert-Gefühl genannt. Dieses ruhige, gelassene – und nicht überhebliche – Selbstwert-Gefühl ist der innere Effekt. Der äußere Effekt ist damit fast untrennbar verbunden: die positive Annahme, die Wertschätzung entwickelt sich unwillkürlich auch „nach Außen“, gegenüber Ihrer Umgebung. Ganz konkret entwickeln sich Mitgefühl und Wertschätzung gegenüber Ihren Mitarbeitern, Ihrem Chef oder schlicht Menschen in Ihrer Umgebung, z. B. dem Kollegen in der Rechnungsprüfung, den Sie bisher vielleicht achtlos oder gar abwertend übersehen haben.

So entsteht nach und nach ein tiefes Bewusstsein dafür, dass nicht nur Geist und Körper eine Einheit darstellen, sondern Geist, Körper und Herz.

 

Das Team als Einheit 

 

Durch die oben beschriebene Entwicklung hin zu sich selbst, zu Wertschätzung, Mitgefühl und Herz, entsteht auch eine völlig neue Verbundenheit mit dem eigenen Team. Das kann z. B. das Geschäftsleitungsteam sein, von dem Sie Teil sind, oder das Team an Mitarbeitern, die Ihnen unterstellt sind.

Als Führungskraft und Unternehmer*in wird es Ihnen ab sofort nicht mehr egal sein, ob Mitarbeiter Konflikte haben. Es wird Ihnen nicht mehr unwichtig sein, wie Sie die nächste unternehmerische oder berufliche Etappe mit Ihrem Team meistern, es wird Ihnen ebenso wenig egal sein, wer momentan nicht leistungsfähig ist oder Probleme hat. Sie und Ihr Team, Ihr Unternehmen oder Ihre Abteilung sind eine Einheit. Das Wissen darum, gepaart mit Ihrem Zen-Weg, ermöglicht Ihnen wesentlich klarere Handlungen, stringenteres Vorgehen und die Möglichkeit, Probleme und Aufgaben noch besser zu lösen. Sie und Ihr Team sind auf dem Weg.

Wenn Sie gemeinsame Werte schaffen wollen, wenn Ihnen wichtig ist, Werte Ihrer Mitarbeiter oder engsten Führungskräfte zu kennen, Differenzen auszuräumen und gemeinsam den Zen-Weg inclusive Teamcoaching zu gehen. Dass sich, quasi ganz nebenbei, die Krankentage der Mitarbeiter reduzieren, sie leistungsfähiger werden, Konflikte schneller und besser gelöst werden, sind nur einige Folgen, die nahezu unabdingbar sind und ohne weiteres Zutun geschehen.

Zahlreiche Studien (seit bereits 1920) haben bewiesen, dass regelmäßige Meditation von nur 10 Minuten pro Tag Auswirkungen auf Gehirn und Körper haben. Es geht jedoch ebenso um die Wertschätzung, die Sie Ihrem Team oder den Mitarbeitern Ihres Unternehmens entgegenbringen, die u.a. dafür sorgt, dass Sie echte Teamarbeit erfahren, mittels der Sie Probleme, Herausforderungen und Aufgaben sehr viel gezielter, kraftvoller und stärker angehen können.

 

Transformation von Unternehmen und Organisationen

Meiner Überzeugung nach ist ein unverzichtbarer Weg zur Veränderung – in einer tiefgreifenden Form auch „Transformation“ genannt – Ihres Unternehmens oder Organisation die eigene Persönlichkeitsentwicklung von Schlüsselpersonen. Neben anderen möglichen Ansätzen dafür ist Zen ein Tor, durch das Sie hindurchgehen können, um den Weg zur nachhaltigen Veränderung konkret zu beginnen.

Einige grundlegende Erkenntnisse aus der eigenen Organisationsentwicklungs-Erfahrung  sind darüber hinaus erfolgskritisch für die positive Energie von erfolgreichen Veränderungsprozessen:

  • Die Leistung und der Erfolg Ihres Unternehmens hängen immer von den
    Menschen ab. Jeder Mensch in Ihrer Organisation ist gleich wertvoll, unabhängig
    von Hierarchie-Stufe oder Rolle. Im Mittelpunkt stehen die Menschen mit ihren
    Fähigkeiten und Emotionen.
  • Menschen und Teams sind grundsätzlich aus sich selbst heraus motiviert und
    verantwortungsbewusst, wenn Sie ihre Arbeit als sinnvoll bzw. Sinn-stiftend
    Sie handeln grundsätzlich aus einer subjektiv guten Absicht heraus.
  • Menschen und Teams sind überdurchschnittlich leistungsfähig und
    hochmotiviert, wenn sie die Freiheit haben, selbstorganisiert und verantwortlich
    zu handeln.
  • Menschen und Teams identifizieren sich mit ihrer Arbeit, wenn sie ganzheitlich
    handeln können und dürfen bzw. ihre Arbeitsumgebung als ganzheitlich und
    sicher empfinden. Durch die dadurch ausgelöste Identifikation mit der eigenen
    Arbeit und dem Unternehmen entstehen nachweislich bessere Lösungen,
    exzellente betriebswirtschaftliche Ergebnisse sowie äußerst zufriedene,
    motivierte und loyale Führungskräfte, Kollegen und Kunden.
  • Veränderung ist niemals „fertig“. Veränderung ist permanent.

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