Wenn Führungskräfte keine Verantwortung übernehmen – Exzellenzwerk

Wenn Führungskräfte keine Verantwortung übernehmen

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Die Projekte laufen nicht so wie sie sollen, die Mitarbeiter*innen machen nicht das, was man von ihnen erwartet, die Technik ist eh nicht berechenbar und die externen Dienstleister tanzen aus der Spur. Szenarien, die die meisten Führungskräfte kennen, Situationen, an denen nicht wenige scheitern.

Man kann sich sehr lange an anderen Menschen abarbeiten. Oder das eigene Feld bearbeiten.

Zwischen Ausreden und Verantwortung liegen nicht nur drei Buchstaben, sondern ganze Welten. Führungskräfte, die meinen, bei fehlendem Erfolg lägen die Faktoren im Außen, bei erfolgreicher Arbeit hingegen bei ihnen selbst, werden auf lange Sicht nicht besonders zufrieden sein- oder sind in stark auf Hierarchie setzender Umgebung länger auf ihrem Platz als man es für möglich halten sollte. Eine -vielleicht- etwas provokante These, doch sicher keine, die an den Haaren herbeigezogen wurde.

Eine gute und entwickelte Führungskraft weiß, dass sie die Fäden in der Hand hält, dass sie das Team führt, dass sie Teil des Teams ist, weiß, dass auch Niederlagen zum (Arbeits-)Leben dazugehören und ganz besonders dann exzellente Führung dringend benötigt wird.

Objektiv betrachtet mag es durchaus richtig sein, dass Projekte und Menschen nicht so funktionieren, wie man sich das in der Theorie vorgestellt hat, doch die Wahrheit liegt in der Mitte: Eine Führungskraft, die in weniger glanzvollen Zeiten die Verantwortung nicht übernimmt, hat ihre Aufgabe nicht wirklich verstanden, viel mehr noch, ist nicht in der Lage sich selbst zu führen. Konkret bedeutet dies, dass sie sich zunächst Fragen stellt, die „Ich“ beinhalten:

• Was trage ich dazu bei, dass die Situation so ist wie sie ist?
• Was kann ich jetzt tun, damit Person x oder Agentur y besser arbeiten kann?
• Was kann ich unternehmen, damit Ruhe in die Situation kehrt?
• Was benötigen andere Menschen jetzt von mir?

Erst wenn eine Führungskraft verstanden hat, dass sie selbst nur die Fäden in der Hand halten kann, wenn sie ruhig, klar und fokussiert ist, erst dann wird sie ihr Team durch Zeit lenken können, erst dann kann sie beweisen, dass sie Teil des Ganzen ist. Denn auch hier gilt: in guten wie in schlechten Zeiten.

Der aktuelle „Gallup Engagement Index“ beweist übrigens in Zahlen, was viele Mitarbeiter*innen bereits wissen. So glauben 97 von 100 Chefs, dass sie als Führungskraft gute Arbeit leisten, doch fast jeder fünfte Mitarbeiter (18 Prozent) hat in den vergangenen zwölf Monaten wegen seines direkten Vorgesetzten daran gedacht zu kündigen.

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